17. - 20.Juli.2008 

 

2008_FamilientreffenOldiesSchon lang ersehnt folgten viele Glieges meiner Einladung in die schöne Stadt Koblenz am Rhein. Unser Familientreffen begann mit einem gemütlichen Begrüßungsabend im Weindorf am Rhein. 55 Teilnehmer zählte unser Treffen, wobei meine Mutter, Charlotte Gliege,  mit 88 Jahren die älteste Teilnehmerin war.  Der jüngste Gliege heißt  Elias Mario Gliege und ist 3 Monate alt. Der Familie vorgestellt wurde der freundliche EliasStammhalter von seinen stolzen Eltern Mario und Saskia. Schnell hatten ihn alle in ihr Herz geschlossen, die, die  mit Karl-Heinz Gliege mit einem großen Bus aus Berlin und Brandenburg kamen, wie auch die, die mit Zug und Auto aus Leipzig, Jena, Halberstadt, Westerkappeln, Werthe, Mönchengladbach, Aachen, Bonn, Mainz, Nürnberg usw. kurzum aus allen Richtungen unserer Republik anreisten. Die Wiedersehensfreude war überwältigend und am nächsten Tag hatten wir Gelegenheit auf dem Schaufelraddampfer „Goethe“ unsere Verwandten, die erstmalig an einem Familientreffen teilnahmen, näher kennenzulernen. Neugier und Freude waren groß bei der Erkenntnis, eine so große herzliche Familie zu haben. Den Rhein abwärts fuhren wir zwischen grünen Weinbergen an der berühmten "Loreley" und vielen, stolzen und mächtigen Burgen vorbei bis wir Bacharach erreichten. Schnell hatte uns dieses charmanteWeinstädtchen in seinen Bann gezogen. Schmale alte Fachwerkhäuser, liebevoll restauriert luden nicht nur zum Eis essen ein. Manch einer träumte auf der langen Schiffsrückfahrt sicher von einem Schlummertrunk in den Armen einer Weinkönigin.

Anderentags bestaunten wir die Altstadt von Koblenz mit dem Schängelbrunnen mit seinem nassen Geheimnis; den Marktplatz mit den gemütlichen Straßencafes; das Deutsche Eck dort, wo die Mosel in den Rhein fließt. Diese Mündung war schon in alter Zeit als strategischer Militärstützpunkt nicht nur für Napoleon wichtig. Es ist somit kein Wunder, dass die Preussen die große Festung oberhalb der Einmündung der Mosel in den Rhein zur größten Festung nach Gibraltar ausbauten. Wir Glieges wurden am Samstag für kurze Zeit preussische Soldaten und wandelten zwischen 3 m dicken Mauern und uralten Straßen in dieser Festung Ehrenbreitstein. Mit den wichtigsten kriegerischen Finten vertraut durften wir als Belohnung die fantastische Aussicht von der Festungsterrasse auf die Stadt und die 2 Flüsse geniessen, der schönste und würdigste Platz für unsere Familienfotos.   

Die Nachkommen unserer 4 Gliege-Stammväter stellten sich auf der Festung Ehrenbreitstein hoch über der Stadt Koblenz zum jeweiligen Gruppenfoto auf.

 

Linie_KarlLinie_ChristianLinie_JohannLinie_Gottfried

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bist Du ein Besucher am Rhein, so teste den guten Wein!

 

EhrenbreitsteinEugenMit Peter, dem lustigen Busfahrer aus Brieselang, besuchten wir das Weingut Göhlen im idyllisch gelegenen Mühlental. Die Besichtigung des in den Fels gebauten Weinkellers machte durstig und das Ehepaar Schmidt löschte bereitwillig mit viel Wein. Die Stimmung stieg und unser Autor Eugen Gliege gab einige Geschichten aus seinen Büchern preis, was die fröhliche Athmosphäre weiter einheizte. Den Familien-Abend verbrachten wir in unserem - idyllisch direkt an der Mosel gelegenem - Hotel Contel mit meiner Präsentation über die Ein- und Auswanderungen unserer Familie. Im ersten Teil berichtete ich über die Geschichte und Ansiedelung unserer Vorfahren im heute polnischen Warthegebiet mit den Gründungen der Orte Michalinow, Zagorow, Lazinsk, Huta Trabczynska, Czarnebrod, Stanislowo, Biskupice usw. Das damalige Leben unserer Urgroßväter wurde lebendig und wir erfuhren, dass es ein hartes Leben in Armut war zwischen vielen Kriegen. Teil zwei der Präsentation befassste sich mit unseren Auswanderern nach USA und Kanada. Viele Fotos, Berichte und Urkunden brachte ich von meinem Besuch in der Ballinstadt, dem alten Auswandererviertel in Hamburg zum Familientreffen mit. MartinaSie zeigten uns die nackten Tatsachen der damaligen Zeit mit den schrecklichen Zuständen auf den Schiffen, in den Häfen oder der polnisch-russischen Heimat. Aus polnischen Archiven kopiert, konnten wir die Original-Geburtsurkunden  unserer 4 Stammväter Karl-August, Christian-Wilhelm, Gottfried und Johann Gliege bestaunen. Die schönen erlebnisreichen Tage gingen viel zu schnell vorbei. Tränenreich mit winkenden weißen Taschentüchern begleitet uns der Abschied von all unseren Glieges, die wir in diesen wenigen Tagen lieb gewonnen haben. 

Ich sage danke für Eurer Kommen und Interesse und freue mich, dass allen unser Programm so gut gefallen hat. 

 Eure MARTINA

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