26. August - 15. September 2010 

2010_FamilientreffenNach unserem gemeinsamen Linienflug von Frankfurt über Calgary landeten  die deutschen Glieges glücklich auf dem Flugplatz in Saskatoon/Kanada, wo uns eine reiche Abordnung von Glieges in Empfang nahm. Die Familientage in Saskatoon waren gespickt mit einem reichhaltigen Programm. Ein großes Wiedersehen gab es bei einem Grillfest in Jerolds Garten, das mit einem besonderen Besuch in der menoitischen Kirche von Jerold zu Saskatoon gekrönt wurde. Jerold und sein Bruder Ralf bescherten uns einen phantastischen Gottesdienst, Ramona Offermanns übersetzte für uns ins Deutsche. Sie leistete  auf der ganzen Reise Übersetzungsdienste für uns und wir danken ihr an dieser Stelle von ganzem Herzen dafür. Unvergessen bleibt das anschließende gemeinsame Essen mit der Gemeinde in Saskatoon, die lustigen Geschichten über die gemeinsamen Groß- oder Urgroßväter der Glieges und die abendliche Video-Präsentation über die Wanderungen der Glieges in alle Welt. Wir besuchten die Gliege - Gräber in Stoney Hill, tanzten mit den Indianern im Indianerreservat am South-Sasketchuan, aßen Bisonfleisch, lernten viel über indianische Kräuter sowie die ersten Pflugmaschinen und besuchten das historische Museum mit seiner liebevoll aufgebauten Kleinstadt aus der Historie Kanadas. Hier trafen wir auf den Buchautor Loyd Retzlaff, ebenfalls ein Gliege Nachkomme, der uns durch das Museum führte und aus seinen Büchern erzählte. Nach den viel zu schnell vergangenen Tagen in Saskatoon brachen wir deutsche Glieges mit den drei Brüdern Ralf, Jerold und Randy Gliege auf und bildeten eine kleine PKw-Karawane auf ihrem Weg in die Rocky Mountains.

2010_GrabHenry

2010_Griller2010_Prediger2010_Autoren

 

Zunächst führte uns der Weg nach Drumheller am Red Deer River in das Dinosaurier-Land. Aus der Kreidezeit wurden hier viele Dinosaurierfossilien gefunden. Später beherrschten die Minenarbeiter das Gebiet, da hier große Steinkohlevorräte lagerten. Eine riesige Jesus-Statue thront auf dem höchsten Gipfel dieser Region und erinnert an diese Zeit. Das Flußbett hat sich tief in den Erdboden gegraben, übrig bleibt 2010_Drumheller2010_Drumhellereine einzigartige Mondlandschaft, erinnernd an den Grand Canyon. Mitten in der Wildnis der Rockys, dem Banff Nationalpark, stoßen wir plötzlich auf heiße Quellen die aus dem Boden kommen, direkt neben einem Fluß mit kaltem Wasser, eine willkommene Abwechslung auf unserem staubigen und langen Weg durch die Weite der Rocky Mountains. In Fernie konnten wir die  Entstehung von Ski-Lifts in Randy's Firma bewundern und einen hervorragend gegrillten Lachs in seinem Haus genießen. Seiner Ehefrau Ramona und der ganzen Familie sei hiermit nochmals herzlichst gedankt für die liebevolle Bewirtung und Begleitung unserer Truppe durch die Rockys, dem Bären- und Indianerland. Einem alten Indianerpfad folgend führte uns Randy steil bergauf, vorbei an alten, riesigen Bäumen auf ein Hochplateau mit einem glasklaren Bergsee, in dem wir bei warmen Sonnenwetter gut baden konnten. Natur in seiner schöpferischen Form schenkte uns dieser atemberaubende Ausflug in die wunderschönen Berge. Obwohl im Bärenland unterwegs, trafen wir Gott sei Dank auf keinen braunen Gesellen. Ramona Gliege unterrichtete uns über Gepflogenheiten und Lebensweisheiten aus ihrem Leben mit Bären in den Rocky Mountains. 

2010_See

2010_See22010_BergeBanffIn Banff angekommen nutzten wir die "Gondola" auf einen Berg der Rocky Mountains, um mit den dortigen Streifenhörnchen die einzigartige Bergwelt zu bestaunen. Von der Bergstation nahmen wir den gut ausgebauten Wanderweg zur alten Wetterstation, von der aus wir einen einzigartigen Rundblick genießen durften. Hier war man der Schöpfung sehr nah und der Mensch nur sehr klein. Sven, Manu und die kleinste Gliege, Sophie (auf dem Heimflug wurde sie 2 Jahre alt) wanderten bergauf und bergab zu Fuß, was ihnen die Bewunderung von uns allen einbrachte. Vom Banff Nationalpark fuhren wir in den Jasper Nationalpark.

2010_Schneebus2010_ColumbiaIcefeld2010_LakelouiseDer Besuch des Lake Louise ist unbedingte Pflicht und ein jeder von uns träumte davon, einmal Gast in dem feudalen Fairmont Hotel zu sein, welches am Ufer dieses herrlichen See's liegt, umrahmt von den Gletschern, die wir nun besuchten. Vom Icefield-Parkway brachte uns das Schneemobil direkt auf den Gletscher des Columbia Icefeld.  Dort lernten wir, dass aus 10 m Neuschnee 1 cm Eis wird. Aber auch hier ist die Erderwärmung spürbar und die Gletscher bilden sich zurück. Auf dem Weg zurück nach Alberta und Edmonton besuchten wir eine Fischfarm. Eine Rangerin weihte uns in die Geheimnisse des Liebeslebens der Fische ein. Tausende konnten wir vor Ort bestaunen und später in der Natur die jetzt beginnende Flußwanderung der Lachse verfolgen. Auf dem Heimweg aus den Rockys gab es ein herzliches Wiedersehen mit Ruth und Harry Ruf in Edmonton/Alberta. 2010_Ruth Hier trennte sich unsere Reisegruppe. Ein Teil flog in die Heimat zurück nach Deutschland oder Kanada, einen Riesenkoffer voll schöner Erinnerungen bei sich. Wie schon beim letzten Mal  erlebten wir spaßige und interessante Tage miteinander. Unser herzlichster Dank gehört an dieser Stelle jedoch den 3 Gliege Brüdern mit ihren Ehefrauen, Jerold und Audrey, Ralph und 2010_GliegeFairmontGrace, Randy und Ramona Gliege, die eine für uns unvergessene Reise zusammenstellten, uns begleiteten und auf alle unserer neugierigen Fragen eine Antwort bereit hielten. Habt Dank für eure beispielhafte Gastfreundschaft und Fürsorge, die lehrreichen und lustigen Stunden mit Euch.  Wir lieben Euch und kommen bestimmt wieder. 

Der Rest der Familie flog weiter nach Vancouver in British Columbia an die Pazifik-Küste, wo in diesem Winter die Olympischen Spiele stattfanden. Mit 2,3 Millionen Einwohner ist sie die drittgrößte Stadt Kanadas, gleichwohl auch die bunteste. Über 50 % der Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund, 1/3 davon asiatischen Ursprung. Da wundert es nicht, dass Vancouver nach San Francisco die zweitgrößte China-Town hat. Genußvoll probierten wir in einer der chinesischen Läden den berühmten Kuchen, nicht weit entfernt von dem Überangebot an Gewürzen. Harry Welke - als begeisterter Koch - staunte nicht schlecht über die für Europäer oft absonderlich aussehenden Raritäten der chinesischen Küche. In 2010_VancouverGastown, dem historischen Stadtteil von Vancouver, bewunderten wir die alte Dampf-Standuhr und viele interessante Läden, voll mit Indianerschmuck und -Masken, Cowboy-Zubehör, Lachfiguren-Parade und nicht zu vergessen, dem üblichen Riesenfrühstück in Kanada mit Bratkartoffeln und Würstchen oder Fisch. Trotz dreimaliger Stadtrundfahrt haben wir nur einen kleinen Teil dieser riesigen Stadt sehen können, ein Grund mehr fü

2010_Dampfuhr2010_Totempfahl

2010_Haengebruecke

einen Wiederholungsbesuch. Mit dem Fahrrad eroberten wir den Stanley-Park und bestaunten die riesigen Totempfähle der Natives People, wie die Indianer hier genannt werden, tranken Tee im ältesten englischen Teehaus der Halbinsel, liefen über unheimliche Hängebrücken im Capilano-Park, einem Teil des hier noch bestehenden Küstenregenwaldes. Nicht nur Iris wurde es ganz mulmig im schwankenden, 15 m über dem Erdboden zu bewältigenden  Baumwipfelpfad. Downtown wird mit Nord und West Vancouver über die grüne Lionsbridge verbunden, die imposant den Burrard Inlet überspannt und die wir staunend überquerten. ( ein kleines Abbild der Golden Gate aus San Francicso ). Berge und See, alt und neu, historisch oder modern, laut und leise, Multi-Kulti, diese Stadt verbindet alles und gehört heute zu den beliebtesten Weltstädten, was wir ebenfalls so empfanden und uns in diese tolle Stadt sofort verliebten. Ein Highlight dieser Reise ist der Flug mit dem Wasserflugzeug nach St. Viktoria auf Vancouver-Island. Diesen Genuss wollten wir am vorletzten Urlaubstag als Abschied von Kanada erleben 2010_Wasserflugzeugund freuten uns schon auf die Delphine und Wale, die man auf ihrem Weg durch die pazifischen Gewässer dann sehen kann.  Leider machte uns der Wettergott einen Strich durch die Rechnung und bescherte uns Nebel, der einzige Nebeltag in den ganzen Wochen, so dass alle Flüge gecancelt wurden. Wir schworen uns, dies bei unserem nächsten Besuch nachzuholen. Dankbar und wehmütig, das Herz voll schöner Erinnerungen traten wir die Heimreise über Calgary nach Frankfurt an. Im Flugzeug feierten wir den zweijährigen Geburtstag von unserer jüngsten Reiseteilnehmerin, der kleinen Sophie Gliege, die tapfer und freundlich alle Touren mitmachte. Dank sei auch an ihre Eltern Sven und Manu gesagt, sowie Iris und Harry Welke, Ramona und Karl-Josef Offermanns für Eure harmonische Reisebegleitung.

Vancouver - wir kommen wieder !  

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