dachterrasseZum ersten Mal führte die Reise zu einem GLIEGE-Familientreffen in die U.S.A nach MINNEAPOLIS. Im Mount Olivet Retreat Center begrüßten die vier Linrud - Schwestern Peggy, JoAnn, Donna und Lynette, die die Organisation vor Ort übernommen hatten, auf das herzlichste die Teilnehmer. Ein interessantes und abwechslungsreiches Programm hatten sie für die nächsten fünf Tage vorbereitet, manch schöne Überraschung wartete auf uns Glieges. In der wild romantischen Umgebung des Mi 04Retreat Centers vergaßen die ca. 50 Teilnehmer unseres Familientreffens schnell die Hektik ihres Alltages und genossen herzlichst das Wiedersehen mit den angereisten Verwandten aus U.S.A, Kanada und Deutschland. Mi 07Mi 01Mi 02Die neueste Entwicklung zum Stand unserer Familienchronik und die letzten Forschungsergebnisse stellte Martina Offermanns, begleitet von Ramona Offermanns als Übersetzerin, am Familientag vor. Hiernach verfolgen wir den Familienstamm nunmehr bis ca.1715 zurück. Die Familie Gliege – vormals Glüge – ist eine alt eingesessene Familie der Neumark/ Pommern/ Polen oder davor auch Brandenburg genannt. Die Präsentation - anhand von Urkunden und Fotos aus Polen belegt - konnte das Leben und den Weg unserer Familie in den letzten 300 Jahren sehr gut veranschaulichen und von den anwesenden Glieges mit Erstaunen aufgenommen werden. Die Auswanderung einiger Familienmitglieder nach U.S.A und Kanada und deren weiteres Leben auf dem neuen Kontinent stellten JoAnn Linrud und Lester Isbrandt in lebhaften Worten vor. Schnell stellten die zum ersten Mal am Familientreffen teilnehmenden Verwandten ihre Zugehörigkeit und Platz in der Familienchronik fest, was beim folgenden abendlichen Lagerfeuersnack S’Mores für reichlichen Gesprächsstoff sorgte. Von allen vier Stammlinien waren unsere Verwandten in die U.S.A. gekommen, auch die jüngste Generation war schon reichlich vertreten.  

Mi 11103Mi 21104Mi 05Mi 08Aufzug MehlDer nächste Tag stand ganz im Zeichen des Kennenlernens der wasserreichen Umgebung und der Twin-Städte Minnepolis und St. Paul. Beeindruckend zeigte sich der Mississippi, die wichtigste Wasserhandelsstraße in Nordamerika, an dessen Ufer wir im Zentrum die alte Mehl-Fabrikation besuchten. Auf den Ruinen dieser größten Mehlmühle der U.S.A - sie produzierte 2 Millionen Pfund Mehl jeden Tag - wurde ein beeindruckendes Museum aufgebaut. Eine fantastische Aussicht auf den Mississippi genossen wir nicht nur von diesem Museum aus, sondern auch von der Dachterrasse des Appartmenthauses von Don und Jerald Lee, die die gesamte Reisegruppe zu sich einluden. Bei einem guten „amerikanischen“ Gläschen Wein und leckeren selbst gebackenen Plätzchen von Peggy Linrud, wurden die Glieges nicht nur verwöhnt, sondern auch gestärkt vorbereitet für das neue, moderne Minneapolis. Den Gastgebern sei hier noch einmal herzlichst gedankt für die liebevolle Aufnahme.  Der Park der „Modern Art“ zeigte neue Superlative, die gern zu Fuß erreicht und bestaunt wurden.

Karte Minneapolisredwing tanjaGary StoneGitarrenPotteryPicknick MinnehahaEiner historischen Sehenswürdigkeit begegnete man bei den Minnehaha Wasserfällen, die einem weit läufigen Wassersystem von acht Seen, zwei Bächen und dem Mississippi angehören. Hierbei stellten wir fest, nicht nur Holländer, sondern auch die Amerikaner lieben das Picknick im Freien, was sich in großzügig angelegten, sauberen Picknickplätzen wiederfindet. Die Gründlichkeit und den Geschäftssinn deutscher Auswanderer bestaunten wir in Red Wing.  Die Keramikfabrik von Paul Potter und das historische Hotel St. James versetzten uns in das vergangene Jahrhundert. Mit romantischer Musik ging es weiter beim Harfenbauer Gary Stone, den wir bei der Arbeit zuschauen durften. Seine interessante Lebensgeschichte, sowie die vielen selbstgebauten Instrumente riefen große Bewunderung bei uns hervor. Gary gründete ein Outdoor Amphitheater, in dem im Sommer viele Festivals stattfinden.

Eine kleine Sensation erfuhr die Reisegruppe dann am nächsten Tag in der Stadt „Neu-Ulm“. In Hermann Heights Park begrüsste uns ein amerikanischer Reiseführer in Lederhose in bestem „bayerischen Deutsch“ . Humorvoll brachte er uns diese kleinere Ausführung des berühmten Hermann – Denkmals aus dem Teutoburger Wald näher. Hiernach honorierte der 106. Kongress der U.S.A die vielen Bemühungen aller Amerikaner deutscher Herkunft symbolisch mit dieser Anlage. Zu Spitzenzeiten wohnten in Neu-Ulm bis zu 25 000 Bürger deutscher Herkunft, was wir hautnah auf dem Marktplatz erlebten, da uns der dortige Glockenturm mit dem Liedchen „in München steht ein Hofbräuhaus….“ begrüsste.

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Mi 13KJ Hermannsdenkmalratskeller NeuulmMi 14Mi 17Heiße Tage machen durstig – in der Brauerei von August Schell,  die wir durch eine gelungene Führung kennenlernten, wurden wir mit einem kühlen Bier belohnt und im Restaurant “Turnhalle“ mit deftigen bayerischen Speisen und typisch amerikanischem Essen verwöhnt. An den Wänden lachten uns große Malereien von der Rheinlandschaft, dem Elbsandsteingebirge oder dem Heidelberger Schloss entgegen. Überall traf man auf deutsche Spuren.

Mi 15Abschied nehmen hieß es dann am letzten Tag des Familienfestes. Während die einen „The Mall of Amerika“, das grösste Einkaufszentrum Nordamerikas aufsuchten, sangen die anderen Glieges mit Mary Poppins im Dinner Theater Chanhassan „…supercalifragilisticexpialidocious“. Herrliche, erlebnisreiche Tage, bei strahlendstem Sonnenschein durften wir bei den Glieges in Minneapolis erleben und diese reizende Landschaft kennenlernen. Großen Dank sprechen wir JoAnn und Peggy Linrud für die hervorragende Organisation und  Betreuung während dieser unvergessenen Familientage aus. Die versammelte Familie entschied sich das nächste Familientreffen wieder in Deutschland abzuhalten. Der Sommer 2018 wird als nächster Zeitpunkt festgehalten.

Während der grösste Teil der Familie zur Heimfahrt antrat, entschloss sich eine kleine Gruppe aus Deutschland noch eine Rundreise in den Wilden Westen zum Mount Rushmore und in den heißen Süden der U.S.A. bis nach New Orleans anzutreten. Schon heute freuen wir uns auf unser nächstes Familientreffen in 2018.

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